Wein trinken und Gutes tun – die Winzervereinigung „L’Insieme” aus dem Piemont zu Gast bei Wein am Berg

Die Winzer-Vereinigung und Wohltätigkeitsorganisation „L’Insieme” aus dem Piemont ist dieses Jahr zu Gast bei Wein am Berg in Sölden (25.-28.04.19) – das Motto des Wein-Events lautet: „Österreich trifft das Piemont”. Sieben Winzer hatten Mitte der 1990er-Jahre die Idee, gemeinsam einen Wein zu kreieren und einen Teil des Erlöses in Solidaritätsprojekte zu stecken.

Der Name war schnell gefunden: „L’Insieme” – „miteinander, zusammen, gemeinsam”. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Elio Altare, Gianfranco Alessandria, Giuliano Corino, Federico Grasso, Giulio e Paolo Morando, Lorenzo Revello und Mauro Veglio – die heute zu den besten Winzern des Piemont zählen.

Unter dem gleichnamigen Label unterstützen die Weinproduzenten mit 5 Euro pro abgefüllte Flasche Solidaritätsprojekte auf der ganze Welt.

Nach dem Prinzip „ein Schritt nach dem anderen”, ohne stehen zu bleiben konnten mittlerweile nach 7 Weinlesen bereits rund eine halbe Million Euro gespendet werden, die 42 Projekten zugute kamen. Wohin die Summen gehen, entscheiden neutrale Vertreter aus der Weinwirtschaft, Gastronomie, Kultur und Publizistik.

In den letzten Jahren hat L’Insieme viele Projekte, Kinderorganisationen und Wirtschaftszentren gefördert.

Beispiele: Rettung für ein Stück Amazonas-Urwald in Otonga in Ecuador, Bau von einer Schule in der Region Kami in Bolivien, wo es keinen Strom gab, 30 Milionen Lire gingen an „Emergency“ von Gino Strada für den Aufbau von Krankenhäusern und andere ärztliche Tätigkeiten in Kriegsgebieten, 10.000 Euro an die Stiftung Slow Food per la Biodiversitá Onlus – Bra für das Präsidium Cacao Nacional – Ecuador.

Die Weine: Es werden 7 unterschiedliche L´Insieme Cuvées produziert. Jede Weinkellerei hat ein eigenes Rezept: die klassischen Rebsorten des Landes: Nebbiolo, Barbera und Dolcetto werden mit kosmopolitischen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Pinot Nero oder Merlot zusammengefügt. Die Formeln sind ganz unterschiedlich; manche lassen den Wein in Barriques ausreifen, andere weniger.

Es sind 7 unterschiedliche Interpretationen derselben önologischen Symphonie, alle mit dem gleichen weißen Etikett darauf in goldenen Buchstaben „L’Insieme“ und der Name des Winzers. Man kann Holzkisten mit allen 7 Flaschen erwerben.

Für den Solidaritätsfond zahlt jeder Winzer einen Teil des Ertrages seines L’Insieme in die Kasse des Notars. Auch Leiter von Vinotheken, Verteiler, Importeure und einfache Weinliebhaber tragen zu diesem Fond bei.

Mittlerweile gibt es auch die „salvadanai (Sparbüchsen) del L’Insieme“ an den Kassen befreundeter Restaurants, wo Kunden, die den guten Wein genossen haben und die Initiative unterstützen wollen, ihren Betrag leisten können.

Die Idee von der Öno-Solidarität hat mittlerweile auch im Ausland Schule gemacht. In Österreich baut eine Winzergruppe eine ähnliche Initiative auf – Pannobile Winzer: dahinter stehen die renommierten Weingüter Achs, Beck, Gsellmann, Heinrich, Leitner, Nittnaus, Pittnauer, Preisinger, Renner.

Quelle: Elena Altare

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